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Freitag, 7. November 2003

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Beiträge  
  Schickt uns bitte eure Nachrichten, Meldungen und Ideen per Email an: widerstand at no-racism.net
Oder via Webformular anonym an die gleiche Adresse: no-id.com
 
Archiv  
  Hier findet ihr das MUND-Archiv aller Aussendungen seit dem Februar 2000.  
Editorial  
 

Ziel des widerst at nd-MUND (MedienUnabhängiger NachrichtenDienst) ist die möglichst rasche Information über gesellschaftspolitisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandten Themen ... -> weiter

 
Update  
  Die stehts aktualisierten Widerstandsseiten präsentiert von popo.at

 
     
 

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INHALTSVERZEICHNIS  
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NOVEMBERPOGROM KUNDGEBUNGEN
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01 Demo in Floridsdorf
From: transdanubien at gegenschwarzblau.net
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02 Kundgebung
From: resist at gmx.at
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03 Kranzniederlegung
From: 11ie at chello.at
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04 Mahnwache
From: rbh at inode.at
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05 Matinee "Auschwitz überleben"
From: gb at b-project.com
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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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06 1. internationale Schleuser-Tagung
From: andreas at no-racism.net
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07 Frauenhetz
From: office at frauenhetz.at
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08 Yet surviving
From: redaktion at frauensolidarität.at
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09 85 Jahre KPÖ
From: wien at kpoe.at
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10 Mosa Sisic zugunsten des Integrationshauses
From: n.heinelt at integrationshaus.at
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11 Medieninfo EU-Verfassung
From: friwe at servus.at
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12 Graffitiforschung
From: a6702809 at unet.univie.ac.at
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KOMMENTARE - MELDUNGEN
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13 Grüne Bezirksrätin will Geld von AIK zurück
From: wadi_wien at hotmail.com
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14 EU-Kommisar Bolkenstein: Demokratie - nein danke
From: depesche at quintessenz.org
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15 Gipfelinfo
From: gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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16 ENAR zu Religion in EU-Verfassungsentwurf
From: baghajati at surfeu.at
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17 Abe on the road again
From: abe at cuadp.org
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SERVICE
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18 Newsletter SOS - Menschenrechte
From: mach at sos.at
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REDAKTIONELLES  
 

Diese Ausgabe hat Claudia Volgger widerstand at no-racism.net zusammengestellt
Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: Spam und co

 
  Bei weiteren Fragen bitte zuerst unser Editorial lesen.  
     
INHALT  
 

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NOVEMBERPOGROM KUNDGEBUNGEN
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01 Demo in Floridsdorf
From: transdanubien at gegenschwarzblau.net
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Liebe TransdanubierInnen und SymphatisantInnen !
Am 9.11. ist der 65. Jahrestag der Novemberprogrome. 1938 wurden.
Im November 1938 wurden in Deutschland und Österreich von der SA und SS
Synagogen niedergebrannt, JüdInnen gedemütigt, verschleppt, enteignet und in
KZs deportiert. Antisemitische Hetze wurde von den Nazis in der Gesellschaft
verbreitet und die "Reichskristallnacht" war ein Teil davon.
Besonders in Floridsdorf und anderen Außenbezirken Wiens kommt es seit
einiger Zeit wieder vermehrt zu rechtsextremer Gewalt und Bildung
rechtsextremer Banden. Anlässlich dieser Entwicklung findet am kommenden
Samstag, den 08.11.03 um 14:00 eine Kundgebung
am Franz-Jonas-Platz (u6 Floridsdorf).
Transdanubien ruft zur Teilnahme an dieser Veranstaltung auf. Nähere Infos:
www.swi.at.tf
Stefan
Für Transdanubien gegen Schwarzblau

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02 Kundgebung
From: resist at gmx.at
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PressemitteilungKundgebung im Gedenken an den Novemberpogrom 1938, 9. 11., 16 Uhr, II.,
Zirkusgasse 22
Utl.: Gemeinsam gegen Antisemitismus und Faschismus! Solidarität mit Israel
und den jüdischen Gemeinden!
Ein breites Bündnis aus antifaschistischen und jüdischen Organisationen lädt
am 9. November zu einer Kundgebung anlässlich des 65. Jahrestages des
Novemberpogroms. Am Ort der Kundgebung, Zirkusgasse/Ecke Schmelzgasse, stand
bis zu
ihrer Zerstörung und Plünderung am 10. November 1938 die Synagoge der seit
1736 bestehenden türkisch-jüdischen Gemeinde.
Die Kundgebung steht im Zeichen des Gedenkens an die Opfer der Shoah und
richtet sich darüber hinaus gegen den wiedererstarkenden Antisemitismus,
welcher
sich gegenwärtig vor allem als militante Feindschaft gegen Israel austobt.
Gerade angesichts der unlängst veröffentlichen Umfragewerte, wonach 59% der
EU-BürgerInnen Israel für die "größte Bedrohung des Weltfriedens" halten,
soll
ein Zeichen der Solidarität mit dem Staat der Juden und Jüdinnen gesetzt
werden. Die Kundgebung versteht sich auch als Kontrapunkt zu den zahlreichen
antiisraelischen und antiamerikanischen Demonstrationen
antiimperialistischer und
islamistischer Kräfte, welche Israel ausgelöscht sehen wollen.
Das aufrufende Bündnis erklärt sich darüber hinaus solidarisch mit der
gegenwärtig um ihren Bestand kämpfenden Israelitischen Kultusgemeinde (IKG),
für
welche Dr. Alexander Friedmann das Wort ergreifen wird.
Der vollständige Aufruf findet sich unter www.gegennazis.at.tf
Unterstützer: Aktionsbündnis gegen Antisemitismus Innsbruck, Anthropoid
Innsbruck, Archiv für soziale Befreiung/Wien, Café Critique, Context XXI,
Die
Zecken, Ensemble Alptraumtöchter, FAU-Wels, Forum gegen Antisemitismus,
Grünalternative Jugend Wien, Hashomer Hazair, Infoladen 10, Infoladen Wels,
Internationale Liga gegen Rassismus und Antisemitismus (LICRA), monochrom,
Ökologische
Linke (Ökoli), StRV HUS-Doktorat, StRV Politikwissenschaft, www.juedische.at

--
Gegen den nationalen Konsens:
http://www.gegennazis.at.tf

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03 Kranzniederlegung
From: 11ie at chello.at
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Kranzniederlegung Novemberpogrom am Jüd. Friedhof Baden,
Sonntag 9.
Nov., 11.00 UhrLiebe Freunde!
Wie auch voriges Jahr so heuer gibt es eine Kranzniederlegung am
JüdischenFriedhof Baden.
Wir ersuchen um Eure Teilnahme. Jeder, dem das Gedenken an das
Novemberpogrom ein Anliegen ist, ist willkommen.
Bitte nehmt auch Eure Kinder mit.
Die Zeremonie wird ca. 1/2 Stunde dauern. (Pünktlicher Beginn!)
Männer benötigen eine Kopfbedeckung!
Mit freundlichen Grüßen

Dr. Hermine Grossinger
Wassergasse 1, A-2500 Baden
Tel. 0043/664/50 60 267
email: h.grossinger at kabsi.at

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04 Mahnwache
From: rbh at inode.at
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RBH-Online
Revolutionsbraeuhof (RBH); Hahngasse 15, A-1090 Wien
Postfach 142, A-1181 Wien
Tel.: (+43 1) 310 76 93, Fax: (+43 1) 319 52 22
E-Mail: rbh at inode.at * http://www.inode.at/rbh
Mit diesem Internetdienst versenden wir sowohl aktuelle Informationen,
Terminankuendigungen, als auch theoretische Texte etc. Grundsaetzlich
verstehen wir ihn als offenes Medium, dass heisst, dass wir auch
Zusendungen anderer linker Gruppen/Personen weiterverbreiten.
Zusendungen, die wir ueber RBH-Online weiterverbreiten sollen, bitte
entsprechend kennzeichnen. Wir verschicken die Nachrichten grundsaetzlich
an alle, von denen wir glauben, dass sie sich vielleicht dafuer
interessieren
koennten.
Wenn ihr sie nicht mehr bekommen wollt, reicht eine kurze
Nachricht an uns.

"In den Jahren 1939-1942 wurden vom ehemaligen Aspangbahnhof zehntausende
oesterreichische Juden in Vernichtungslager transportiert und kehrten nicht
mehr zurueck"
NIEMALS VERGESSEN!
Mahnwache und Kundgebung
Sonntag, 9. November 2003, 15 UhrGedenkstein vor dem ehemaligen Aspangbahnhof (1030 Wien, Platz der Opfer der
Deportation - bei Ecke Steing./Aspangstr.)Zu dieser Kundgebung rufen auf:
Abg. z. LT Madeleine Petrovic * Abg. z. NR Karl Oellinger * Alternative und
Gruene GewerkschafterInnen (AUGE/UG) * AL-Antifaschistische Linke * Freie
ArbeiterInnen Union-Wels (FAU) * Freie ArbeiterInnen Union-Wien (FAU)
Gewerkschaftlicher Linksblock (GLB) * Gruenalternative Jugend Wien
(GAJ-Wien) Gruene Alternative Wien * Infoladen Wels * Initiative
Aspangbahnhof Kommunistische Jugend Oesterreichs-Junge Linke (KJOe) *
Kommunistische Partei Oesterreichs (KPOe) * Kommunistische Partei Wien
(KPOe-Wien) * Kommunistischer StudentInnenverband (KSV) * Landstraßer Gruene
* MieterInnen Selbsthilfe Zentrum (MSZ) * Pierre Ramus-Gesellschaft *
Redaktion "Akin" * Redaktion "Die Bunte" Redaktion "Volksstimme" *
Revolutionsbraeuhof (RBH) * Dieter Schrage - Gruene Alternative *
Sozialistische LinksPartei (SLP) * Unabhaengiges Antifaschistisches
Personenkommitee Burgenland


NIEMALS VERGESSEN!
Das ist dieses Jahr,
von dem man reden wird.
Das ist dieses Jahr,
von dem man schweigen wird.
Bertolt BrechtIn der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 brannten in Wien 42 Synagogen und
juedische Bethaeuser, zahllose juedische Geschaefte und Wohnungen wurden
gepluendert, zerstoert und beschlagnahmt. 6547 Juden wurden festgenommen und
3700 davon in das Konzentrationslager Dachau verschickt.
Hinter all diesen Daten, Zahlen und Fakten steht jenes unsagbar grauenvolle
Leid, das in der "Reichskristallnacht", im "Novemberpogrom 1938" juedischen
Mitbuergerinnen und Mitbuergern von den nationalsozialistischen Machthabern
angetan wurde.
Diese Nacht vom 9. zum 10. November 1938 war kein Randphaenomen der
Geschichte des Dritten Reiches, sondern ein Geschehen, dem zentrale
Bedeutung zukommt.
Die "Reichskristallnacht" war eine Hauptstation auf dem Weg der
verbrecherischen nationalsozialistischen Judenpolitik zum Voelkermord.
Der Reichspropagandaminister Joseph Goebbels nuetzte das Attentat des
17jährigen Herschel Grynszpan auf den deutschen Diplomaten Ernst von Rath in
Paris zum Aufruf zu einer von Partei und Staat getragenen reichsweiten
"Straf"aktion gegen die Juden. Getarnt als "spontanen Ausbruch des
Volkszorns" schlugen die Nationalsozialisten zu und zeigten erstmals
unverhuellt ihren auf die Juden gerichteten Vernichtungswillen. Allzuviele
opportunistische Mitlaeufer folgten, die Juden blieben ohne Hilfe dem
verbrecherischen Treiben ausgeliefert. Es waren wenige, die offenen
Widerstand wagten. Es waren auch zu wenige, die ihre Mißbilligung aeußerten,
statt in den geifernden Chor einzustimmen. Dabei waere gerade auch das
immens wichtig gewesen.
So fand in der Woche vor dem 9. November 1938 in Kassel (heutige BRD) quasi
ein Probelauf statt, bei dem ein regional begrenztes Pogrom inszeniert
wurde. Die Machthaber waren sich ihrer Sache ganz einfach nicht voellig
sicher. Die Zustimmung und auch aktive Beteiligung der Bevoelkerung
uebertraf alle Erwartungen der Nazis.
Was danach kam, ist allgemein bekannt: Auf die sukzessive Entrechtung der
juedischen Bevoelkerung durch die Nuernberger Rassengesetze usw. und das
Novemberpogrom folgten die Arisierungen, das Einpferchen in Ghettos, am
Schluß die industrielle Vernichtung von Millionen Menschen - am
Historikerstreit wieviele es waren, wollen wir uns nicht beteiligen.
Vom ehemaligen Aspangbahnhof sind die Wiener Juden in die
Konzentrationslager gebracht worden.
Und wer es wissen wollte, hat Bescheid gewußt.
***
Der vielen anderen Menschen, die durch das nationalsozialistische Regime
gequaelt, drangsaliert, umgekommen und ermordet worden sind, wollen wir bei
dieser Kundgebung ebenfalls gedenken: Linke, Menschen die gegen den
Faschismus Widerstand geleistet haben, Homosexuelle, Sinti und Roma,
sogenannte "Geisteskranke" und sogenannte "Asoziale" - Kriminelle und
Obdachlose. Ebenso all derer, die in Hitlers Raubkriegen umkamen - für die
Hybris und den Groeßenwahn deutscher, aber auch oesterreichischer Politiker
und Großindustrieller. Denn in keinem Fall wollen wir die fatale Trennung
der professionellen Vergangenheitsbewaeltiger mitmachen, die Trennung
zwischen "unschuldigen" Opfern (den wegen ihrer "rassischen" Herkunft
verfolgten) und solchen, wo irgendwie unausgesprochen immer mitschwingt, sie
seien an ihrer Verfolgung auch noch selber schuld: Allen anderen. Es gibt
fuer uns da keinen Unterschied: Es war dasselbe, unnoetige - weil
vermeidbare, durch genuegend Gegnerschaft vermeidbare - Leid. Denn Menschen
waren alle - und Menschen leiden unter Folter, Hunger, Zwangsarbeit;
Menschen leiden, wenn sie merken, daß sie sterben muessen und das nicht
wollen. Binsenweisheiten.
Wenn man aus der Geschichte etwas lernen kann, dann das: Wir werden
Vergleichbares nicht mehr zulassen.
Revolutionsbraeuhof (RBH)

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05 Matinee "Auschwitz überleben"
From: gb at b-project.com
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Kristallnacht – Zeitzeugen berichten
Matinee "Ausschwitz überleben" am 9. November im Volkstheater
Zum 65. Jahrestag der Pogrome vom 9. November 1938 berichten Menschen, die
das Grauen des KZ Auschwitz überlebt haben, im Wiener Volkstheater über ihre
Erfahrungen.
Auschwitz – das Symbol für den Holocaust. Kein anderer Begriff steht so sehr
für den menschenverachtenden Massenmord an Juden, Roma und Sinti im "3.
Reich", wie der Name dieses Vernichtungslagers. Auschwitz war aber auch als
Konzentrationslager konzipiert, das für nahezu jeden jüdischen KZ-Häftling
zu einer Station auf dem Weg der Verfolgung wurde.
Am 9. November, dem Tag an dem sich die sogenannte "Reichskristallnacht"
heuer zum 65. Mal jährt, werden Zeitzeugen, die das Grauen überlebt haben,
im Volkstheater in Wien über ihre Erfahrungen berichten. Als Moderator
fungiert bei dieser bereits zum 11. Mal von der Theatergruppe B-project
veranstalteten Matinee wieder Hans-Henning Scharsach.
Das Leben der Häftlinge von Auschwitz war tagtäglich bedroht von den
Schikanen der SS oder der Funktionshäftlinge, von Seuchen, Kälte und Hunger
und von der omnipräsenten Gaskammer. 1,2 bis 1,6 Millionen Menschen fanden
in Auschwitz II, dem Vernichtungslager Ausschwitz-Birkenau, den Tod. Genau
lässt sich dies heute nicht mehr eruieren, weil viele Opfer ohne
Registrierung direkt in die Gaskammern getrieben wurden. In Ausschwitz I
wurden 405.000 Häftlingsnummern vergeben. Als im Jänner 1945 russische
Soldaten das Lager befreiten, fanden sie nur mehr 7.600 Häftlinge vor, der
Rest wurde auf "Todesmärsche" geschickt , in andere Konzentrationslager
überstellt und ermordet. Nur 65.000 Menschen konnten Auschwitz überleben."Auschwitz überleben"
Gedenkveranstaltung im Rahmen von "Kristallnacht – Zeitzeugen berichten"
Volkstheater, Wien, 9. November 2003, 11 Uhr
Karten unter Tel. 01-524 72 63 oder 524 72 64
Kartenpreise: 12 Euro (ermäßigt: 7,50 Euro)

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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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06 1. internationale Schleuser-Tagung
From: andreas at no-racism.net
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From: "farida heuck" <farida100 at hotmail.com>
Subject: 1. Internationale SchleusertagungVorankündigung
1. Internationale Schleuser-Tagung
Fluchthilfe: ein altes Gewerbe im neuen Licht
Graz, Forum Stadtpark, 21.11.-23.11.2003Die Entwicklung ist rasant: Ökonomisch gehört der
undokumentierte Reiseverkehr zu den
Wachstumsbringern auch 2003. Anstatt jedoch zu
deregulieren oder zumindest zukunftsorientierte
Rahmenbedingungen für eine sinnvolle
Globalisierung zu schaffen, verheddern sich die
politischen Völkerrechtssubjekte in immer neue
Protektorate, Sondervorschriften und einer Abkehr
vom Konzept der Menschenrechte. Die erste
internationale Schleusertagung gibt einen Update
aktueller Diskurse und fokusiert die
Handlungsmöglichkeiten unter den Bedingungen
staatlichen Symbolmanagements. Künstler/innen und
Wissenschaftler/innen werden auf Einladung des
Bundesverbandes Schleppen&Schleusen in Graz ihre
Praxis vorstellen und neuartige Strategien
ausloten, die ein flexibles Agieren unter sich
ständig verändernden Rahmenbedingungen erfordert.
Die Tagung versteht sich als ein
interdisziplinärer und öffentlicher Think-Tank zu
den Fragen von Migration und dem produktiven
Verhältnis von Kunst und Politik.
Teilnehmerinnen u.a. Andreas Beisbart, Alex
Gerbaulet, Farida Heuck, Ralf Homann, Martin
Krenn, Aldo Milohnic, Tanja Ostojic, Oliver
Ressler, Social Impact, Manuela UnverdorbenZeiptlan:
Donnerstag 20.11.03, 20:00 Uhr: Stehempfang im
Forum Stadtpark und Vorstellung des neuen
Messestandes des Bundesverbandes
Schleppen&Schleusen (schleuser.net).
Freitag 21.11.03, Vormittag: Mitgliederversammlung (nicht öffentlich!).
- Beginn der Tagung -
Freitag 21.11.03, 19:00 Uhr: Begrüßung durch den
Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft
Undokumentierter Reiseverkehr (AUR) und
Vorstellung des Bundesverbandes, anschl.
Talk&Video: Die Filmrolle zur Tagung.
Samstag, 22. November 2003: 11:00 Uhr bis 18:00
Uhr: Grenzregime und subversive Kreativität:
Aktuelle Erkenntnisse der wissenschaftlichen
Praxis.
Sonntag, 23. November 2003: 9:30 Uhr bis 13:00
Uhr: Appropriation und Devianz:
Grenzüberschreitungen der künstlerischen Praxis.
Vorstellung verschiedener Positionen.
14:00 Uhr bis 16:00 Uhr Abschlussdiskussion:
Handeln im Grenzraum: Privileg oder Abstraktion?
Konzeption: Farida Heuck, Ralf Homann, Manuela Unverdorben
für mehr Infos zur Tagung bitte eine Mail an: pass-fix at gmx.de
weitere Infos zum Bundesverband Schleppen&Schleusen unter: www.schleuser.net
FORUM STADTPARK AiR_port
Ein Projekt in Kooperation mit Graz 2003 - Kulturhauptstadt Europas
Im Rahmen des Steirischen Herbstes

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07 Frauenhetz
From: office at frauenhetz.at
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Der Verein Frauenhetz laedt zu drei veranstaltungen ein:(Ort jeweils Verein Frauenhetz, Hetzgasse 42/1, 1030 Wien)
(jeweils nur fuer Frauen)Spurensuche beginnt
im Archiv
Dienstag, 11. November, 18.30 Uhr
Reihe: ,Frauenbewegung' - Konstruktionen
und Kritik der Historisierungen
Vortrag und Diskussion, UKB +/- 4 EUR
Frauenarchive dokumentieren nach regiona-
len, zeitlichen oder thematischen Schwerpunkten, Ereignisse,
Äußerungen, Personen, ihre Verknüpfungen und gegenseitigen
Beeinflussungen und bieten damit eine Basis für Forschung und
Rückschau. Der Vortrag gibt aus dem Blickpunkt des seit nunmehr 20
Jahren bestehenden Archivs der Frauen- und Lesbenbewegung, STICHWORT,
einen Eindruck von feministischem Dokumentationswesen.
Vortrag: Margit Hauser, langjährige
Mitarbeiterin von STICHWORT. Archiv der Frauen- und Lesbenbewegung, Wien
Moderation: Heidi Niederkofler


LesbenLebenGenerationen -
mögliche Handlungsfähigkeit
weitergeben
Freitag, 14. November, 18.30 Uhr
Gesprächs- und Diskussionsabend,
UKB +/- 4 EUR
Der Verein SAFIA - Selbsthilfe alleinlebender Frauen im Alter e.V. -
wurde 1986 gegründet, im März 2000 wurde der Vereinstitel in "SAFIA
Lesben gestalten ihr Alter e.V." geändert. "Mit 450 Lesben ist SAFIA
heute eine große und spirituelle Gruppe, eine Lesbengemeinde, die
leicht ein Dorf bevölkern kann" (Auszug aus dem SAFIA-Folder). Im
Sommer 1997 wurde nach 4jähriger Vorarbeit durch Safias die Stiftung
Sappho Frauenwohnstift gegründet. Angelika Frank wird an diesem Abend
aus der Geschichte von SAFIA und Sappho erzählen, und ihre
Überlegungen zur Politischen Verantwortung in Bezug auf
"Nachwuchsförderung" mit uns diskutieren.
Vortrag: Angelika Frank (Lübeck/D), Politolo
gin, "Reisende in Projekten, (20 J. bei SAFIA)
Moderation: Andrea Strutzmann und
Miriam Wischer
In Kooperation mit dem FrauenLesben-
MädchenZentrum (FLMZ), wo für Dezember eine Folgeveranstaltung geplant ist.


WOMENT! - Geschichte
von Frauen in Graz
ist sichtbar
Dienstag, 18. November, 18.30 Uhr
Vortrag und Diskussion, UKB +/- 4 EUR
Das Sein und Wirken von Frauen wird aktuell vielerorts sichtbar.
Bettina Behr spricht über "WOMENT!": Das erste feministische Projekt
in der Geschichte der Kulturhauptstädte Europas, in dem unter anderem
23 Würdigungstafeln für Grazer Frauen angebracht wurden und über 2003
hinaus bestehen bleiben.
Vortrag: Bettina Behr, Inititatorin und Leiterin
der Produktion "20+03 WOMENT!-ORTE, Graz"
Moderation: Birge Krondorfer

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08 Yet surviving
From: redaktion at frauensolidarität.at
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Yet Surviving
Filme von Frauen aus Südasien
Videoprojektion, Vortrag, Musik, Buffet
Samstag, 22. November 2003, ab 18.00 Uhr
Aula, Altes AKH
1090 Wien, Alserstraße 4/Hof 1
"Tales of the Night Fairies" (Videofilm von Shohini Gosh, Indien 2002)
Über die Selbstorganisierung von Prostituierten in Kalkutta, Westbengalen
(engl. OF)
"Unlimited Girls" (Videofilm von Paromita Vohra, Indien 2002)
Über die Bedeutung von Feminismus im urbanen Indien
(engl. OF)
Vortrag zur Situation von Frauen und Frauenbewegung in Indien von
Univ. Dozentin Dr. Traude Pillai-Vetschera, Ethnologin und Südasienexpertin.
Chill Out mit Frauenweltmusik (Djane Rise)
Veranstaltet von Frauensolidarität zum Internationalen Tag gegen Gewalt
gegen Frauen in Kooperation mit WAGS (Wissenschaftliche Arbeitsgruppe
Südasien), ÖDG (Österreichisch-Dominikanische Gesellschaft), mit dem
Frauenreferat der ÖH-Bundesvertretung, der Fakultätsvertretung HuS an der
Universität Wien, der Studienrichtungsvertretung des Instituts für
Ethnologie, mit LEFÖ (Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen),
Wien und der Amnesty International-AG Frauen, Wien.
Jährlich erinnert der "Internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen" an den
schweren Kampf um Frauenrechte und an die Möglichkeit, ein Leben ohne Gewalt
in Würde zu führen. Er geht zurück auf den Todestag der drei dominikanischen
Widerstandskämpferinnen und Schwestern Patria, Minerva und Maria Teresa
Mirabal, die am 25. November 1960 vom Geheimdienst des dominikanischen
Diktators Trujillo in einem Hinterhalt brutal ermordet wurden.Kontakt:
Frauensolidarität, Berggasse7, 1090 Wien; Tel: 317 40 20/352,
www.frauensolidaritaet.org
Studienrichtungsvertretung des Instituts für Ethnologie der Uni Wien,
e-mail: info_yetsurviving at gmx.at

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09 85 Jahre KPÖ
From: wien at kpoe.at
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85 Jahre KPÖ - Jubiläumsfeier im 7*Stern
Am 3. November ist die KPÖ 85 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlaß
feiern wir ein Geburtstagsfest:
Samstag, 8.11., Beginn ab 17 Uhr
im 7*Stern, (welches seinen 5. Geburtstag feiert)
1070 Wien, Siebensterngasse 31Programm:
LESUNGEN
Erika Danneberg liest eigene Texte und Texte von Athur West
Erwin Riess liest eigene Texte
Margit Kain liest Texte von Franz und Eugenie Kain
Eugen Brochier liest Texte von Helmuth Zenker und Eva Priester
FESTREDE von Walter Baier
CHOR All`Arrabiata (italenische ArbeiterInnen- und Volkslieder)
KABARETT Pepi Hopf
Kostproben von der CD "Revolution" mit Karandila,
präsentiert von W.G.Jurjans
LIVEMUSIK ab 20:30 Uhr: Little Franky&The Town Beats
Wir freuen uns, Dich bei diesem Fest begrüßen zu können!

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10 Mosa Sisic zugunsten des Integrationshauses
From: n.heinelt at integrationshaus.at
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Mosa Sisic spielt zugunsten des Integrationshauses
Mosa Sisic hat seinen eigenen Stil entwickelt, der sich von der Romamusik
ableitet, aber auch Einflüsse aus der Welt des Orients und des Balkans sind
immer wieder zu entdecken. Er führt uns durch seine musikalische Welt, zeigt
uns seine Zärtlichkeit, seine Liebe, aber auch seinen Humor. Von seiner
Gruppe harmonisch und rhythmisch getragen, läßt er seine phantasievollen
Improvisationen aufblühen. Er ist ein Garant für energiegeladene,
stimmungsvolle und ausdrucksstarke Konzerte. Mit seiner Bühnenpräsenz
gelingt es ihm im Handumdrehen, das Publikum in Bann zu ziehen. Mosa Sisics
Kompositionen reißen die Zuhörer mit und vermitteln pure Lebensfreude aber
auch Melancholie.
Am 8. November spielt Mosa Sisic zugunsten des Integrationshauses in der
Remise im Rahmen der Konferenz "Das Verbindende der Kulturen"
<http://www.inst.at/kulturen/index.htm>. Das Buffett wird zubereitet und
gestaltet von BewohnerInnen des Integrationshauses.
8. November ab 19.30 in der Remise/Skatelab (2, Engerthstr. 160-178).
Eintritt Abendkassa: 10,- Euro


übrigens: WEINVERSTEIGERUNG am 5. Dezember in der Österreichischen
Nationalbiblitothek.
Mehr Infos unter http://www.integrationshaus.at/events/events.htm

Verein "Projekt Integrationshaus"
Nikolaus Heinelt
Öffentlichkeitsarbeit
1020 Wien, Engerthstraße 161-163
Tel: +43-1-2123520/47 FAX +43-1-2123520/30
Email: <mailto:n.heinelt at integrationshaus.at>
<http://www.integrationshaus.at>
Spendenkonto: Bank Austria (BLZ 20151)
Kontonr.: 671 130 300

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11 Medieninfo EU-Verfassung
From: friwe at servus.at
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Friedenswerkstatt Linz - Waltherstraße 15b, 4020 Linz - Tel. 0732/771094 -
Fax 0732/797391 - mail: friwe at servus.at - Web: www.friwe.at
Medieninformation
Univ. Prof. Dr. Michael Geistlinger:
* Regelung über den Austritt aus der EU im EU-Verfassungsvertragsentwurf
entspricht der seinerzeitigen Regelung in der sowjetischen Verfassung. (Vgl:
Art. I- 59)
* Trotz aller rechtlichen und politisch-faktischen Brüche im
Neutralitätsrecht hätte Österreich bis dato die Möglichkeit zu einer
Neutralitätspolitik zurückzukehren. Mit Inkraftsetzung dieser Verfassung ist
dieser Weg endgültig verbaut.
* Eine Volksabstimmung über die EU-Verfassung ist deshalb zwingend
erforderlich.
Friedenswerkstatt Linz:
* Mit dem Friedensvolksbegehren soll auch eine Volksabstimmung über die
EU-Verfassung durchgesetzt werden.
Mit gespannter Aufmerksamkeit verfolgten die Besucher der gestrigen
Veranstaltung den Vortrag von Univ. Prof. Dr. Michael Geistlinger in der
Arbeiterkammer auf Einladung der Friedenswerkstatt Linz. Kein Wunder: Hinter
der trockenen, komplexen verfassungs- und völkerrechtlichen Materie
verbergen sich dramatische Einschnitte für die Zukunft unseres Landes.
Während über die Anzahl der Komissare gestritten wird, eine Volksabstimmung
für "nicht nötig" (Bundeskanzler Schüssler) erachtet wird, wird den Menschen
vorenthalten, daß die letzten Reste der Souveränität Österreichs entsorgt
werden. Besonders zugespitzt finden wir dieses Vorhaben in der
Austrittsregelung. Bislang hätte nach Abwicklung des verfassungsrechtlichen
Prozederes, völkerrechtlich ein einfaches Schreiben des Bundespräsidenten an
die EU-Vertretung genügt. Damit soll - geht es nach dem vorliegenden
EU-Verfassungsvertragsentwurfs - endgültig Schluss sein.
Im Artikel I-59, Freiwilliger Austritt aus der Union, heißt es im Absatz
(2):
Ein Mitgliedsstaat, der auszutreten beschließt, teilt dem Europäischen Rat
seine Absicht mit; dieser befaßt sich mit der Mitteilung. Auf der Grundlage
von Leitlinien des Europäischen Rates handelt die Union mit diesem Staat ein
Abkommen über die Modalitäten des Austritts aus und schließt es, wobei der
Rahmen für die künftigen Beziehungen dieses Staates zur Union berücksichtigt
wird. Das Abkommen wird nach Zustimmung des Europäischen Parlaments vom
Ministerrat mit qualifizierter Mehrheit im Namen der Union geschlossen.
Der Vertreter des austretenden Mitgliedsstaates nimmt weder an den diesen
Mitgliedsstaat betreffenden Beratungen noch an der diesbezüglichen
Beschlußfassung des Europäischen Rates oder des Ministerrats teil.
(Anmerkung: Qualifizierte Mehrheit bedeutet nach dem Vertrag von Nizza -
ebenfalls Teil der Verfassung - eine Mehrheit, die 62% der Bevölkerung
repräsentiert, oder umgekehrt eine 38% - Minderheit kann unbefristet einen
Austritt blockieren.)
Diese Regelung erinnert laut Univ. Prof. Dr. Michael Geistlinger frappant an
die seinerzeitige Regelung in der Sowjetunion. Über den Weg von
Austrittsverträgen wollte damals Michail Gorbatschow den Austritt einzelner
Staaten aus der Sowjetunion verhindern. Dies führte zu den bekannten
dramatischen Ereignissen.
Dies hätte auch einschneidende Auswirkungen auf die österreichische
Neutralität. Selbst wenn man attestiert, daß die österreichische Neutralität
verfassungsrechtlich und durch die faktische Außenpolitik weitgehend
ausgehöhlt, bislang war es möglich umzukehren. Bislang wäre es möglich zu
sagen: Wir haben uns geirrt. Die Integration in die EU führt uns direkt in
den EU-Militarismus. Wir kehren um. Mit Inkraftsetzung des Art. I-59, wäre
dieser Weg definitiv ausgeschlossen.
Die Friedenswerkstatt Linz meint dazu:
Dies ist ein weiterer Beweis, daß die Österreicherinnen und Österreicher von
der eigenen Bundesregierung nach Strich und Faden belogen und betrogen
werden.
Das Friedensvolksbegehren ist eine Möglichkeit, diese Politik zu beenden

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12 Graffitiforschung
From: a6702809 at unet.univie.ac.at
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Liebe KollegInnen, FreundInnen, s.g. Damen und Herren!
20 Jahre währende Knochenarbeit für die Graffiti-Forschung zeitigt doch
immer wieder Erfolge. Es ist mir nunmehr gelungen, die Graffiti-Forschung in
die Lied-Forschung auszuweiten. Im jüngst erschienenen Jahrbuch 2002 der
renommierten Institution "Deutsches Volksliedarchiv Freiburg/Breisgau" wurde
der erste Teil meiner Arbeit über das Phänomen der LiedGraffiti publiziert.
Er ist insbesondere für alle, die sich fachübergreifend mit
Jugendkultur-Forschung beschäftigen von Interesse.
Northoff, Thomas: Lautloses Singen. LiedGraffiti. In: Grosch, Nils und Max
Matter (Hgg.): Lied und populäre Kultur / Song and Popular Culture. Verl.
Waxmann, Münster 2003, S.271-200
Über Kritiken und Anregungen würde ich mich freuen.Veranstaltungshinweise:
- Samstag, 8.11.03: Im Rahmen der Konferenz "Das Verbindende der Kulturen"
(7.-9.11.03) halte ich um 16h30 ein Referat mit dem Thema "Verbale Graffiti:
Brücken bauen - Brücken abreißen".
Ort: Austria Center, Bruno Kreisky-Platz 1, 1220 Wien
Eintritt für die Gesamtveranstaltung 45 Euro, pro Tag 20 Euro.
StudentInnenermäßigung!
- Dienstag, 11.11.03, 19h: Anlässlich des 75. Geburtstages des
Schriftstellers Ernst Kein liest das Erste Wiener Lesetheater aus dessen
lyrischem Werk. Es lesen u.a. Rolf Schwendter (VA), Andreas Okopenko,
Elfriede Gerstl, Thomas Northoff
Ort: Literaturhaus Wien, Zieglergasse 26A, 1070 Wien.
Eintritt frei!
- Freitag, 14.11.03, 19h: Präsentation des Postkarten-Projekts über die
ersten 25 uncensored-Ausstellungen in den Auslagen des Architekturbüros
subotnik. Eine der Ausstellungen bestritt ich selbst.
Buffet. Musik: Jedweder Küchenchor. Eintritt frei!
Ort: Otto Bauer Gasse 14/4, 1060 Wien
MfG,
Thomas Northoff
(Österreichisches GraffitiArchiv für Literatur, Kunst und Forschung)

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KOMMENTARE - MELDUNGEN
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13 Grüne Bezirksrätin will Geld von AIK zurück
From: wadi_wien at hotmail.com
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Grüne für den irakischen Widerstand
Geld für den irakischen Widerstand sammelt momentan die Antiimperialistische
Koordination, eine linksradikale Wiener Gruppierung. Unterstützt wird dieser
Spendenaufruf auch von der grünen Bezirksrätin Zerife Yatkin - und das,
obwohl sich die AIK nicht von den Terroranschlägen gegen die US-Besatzung
distanziert: "Das habe ich nicht gewußt", sagt Yatkin zum Falter. Sie sei
bisher davon ausgegangen, dass mit ihrer Spende Schulen im Irak gebaut
werden. Die Grüne will ihre Spende nun "sofort wieder zurückziehen".
Falter 45/03, S. 7
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Wadi e.V. - Aussenstelle Wien
Spendenkonto in Österreich:
Kontonummer 56001 069 352
Bank Austria Creditanstalt BLZ 12000
Spendenkonto in Deutschland
Kontonummer 612305-602
bei der Postbank Frankfurt/M. BLZ: 500 100 60
Website mit weiteren Informationen zu Projekten von Wadi e. V. und
politischen Hintergrundinfos: www.wadinet.de

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14 EU-Kommisar Bolkestein: Demokratie - nein danke
From: depesche at quintessenz.org
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From: "q/depesche" <depesche at quintessenz.org>
Subject: EU-Kommissar Bolkestein: Demokratie - nein Danke
q/depesche 2003-11-05T18:34:32
EU-Kommissar Bolkestein: Demokratie - nein Danke
Patentmarschall Bolkestein hat bereits deutlich gemacht was er von
demokratischen Entscheidungen hält: Gar nichts, wenn sie ihm nicht
in den Plan passen.
Nun soll der Ministerrat am 10. November EU-Kommissar Bolkestein
dabei helfen das EU-Parlament zu hintergehen. Der Patentmarschall
hat dieses Vorgehen im EU-Parlament bereits für den Fall angekündigt
dass das Abstimmungsergebnis nicht zu seinen Plänen passt.
-.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.-
Am 10. entscheidet vermutlich der Ministerrat ob es dem Ruf der Demokratie
folgt oder sich vom Pat/entlobbyisten Bolkestein vorschieben lässt
und die europäische Softwareindustrie an ein paar zufriedene
Pat/entanwälte und Konzerne verkauft.
Dass die Pat/entierer dabei vor dem Gebrauch von Unwahrheiten nicht
zurückschrecken hat bereits eine Richtlinie gezeigt deren Rechtfertigung
auf manipulierten Statistiken aufgebaut war
und deren Begleittext die wahren Auswirkungen verschleiern sollte.
Patentmarschall Bolkestein versuchte vor der Abstimmung im EU-Parlament
noch einmal seinen alten Schwindel: "nichts wird patentierbar was nicht
bereits legal patentierbar ist".
Allerdings hat er wohl bereits gewusst dass ihm das Gschichtl im
Parlament wohl niemand mehr abkaufen wird, denn kurz darauf droht er
dem Parlament offen: Er "warnt" das Parlament davor dass es nicht
mehr mitreden darf wenn es nicht zur Gefälligkeit des Patentmarschalls
entscheidet.
http://www2.europarl.eu.int/omk/sipade2?PUBREF=-//EP//TEXT+PRESS+DN-20030923
-1+0+DOC+XML+V0//EN&L=EN&LEVEL=2&NAV=X&LSTDOC=N#SECTION1
In seiner Rede in Ischia verbiegt Herr Patentmarschall die
Realität bis kurz vor das Erbrechen weiter.
Er ist natürlich nur Falsch verstanden worden, meint er. Es gehe
bei den Softwarepatenten doch überhaupt nicht um Software. Er
verbringt nun seine Zeit damit allen Leuten zu erklären: Der
Ansatz der Kommission diene nicht nur der Industrie, es
profitieren auch Bürger und Konsumenten.
"Das Hauptthema des EU-Parlaments und der Presse war das
bewahren der Interopabilität" kommt es dann noch dicker gelogen
um kurz darauf weiter ein Hohelied auf die supertolle Förderung
der Innovation durch Patente zu flöten.
http://europa.eu.int/rapid/start/cgi/guesten.ksh?p_action.getfile=gf&doc=SPE
ECH/03/446|0|RAPID&lg=EN&type=PDF
Sinnigerweise kommt er dann auch auf die Verteidigung der Rechte
von Pharmaunternehmen zu sprechen. Das hatten wir doch schon mal oder?
1996 Löste Bolkestein einen Skandal aus weil er unverholen für ein
Pharmaunternehmen politisches Lobbying betrieb in dem er, dummerweise,
selbst den Sessel einen Aufsichtsratsposten besaß.
http://www.das-gibts-doch-nicht.de/seite1168.php
Das Hauptthema im EU-Parlament war auch nicht die Interopabilität -
denn die zu bewahren stand bereits in der Ursprungsrichtlinie. Das
Hauptthema waren die falschen Aussagen der Pat/enten Leute um
Bolkestein und die Katastrophe die sie für die Wirtschaft sein werden.
Die Auswirkungen der von Bolkestein geschaffenen Monopole auf Konsumenten
wurde wohl angesichts des aufkommenden Schwindelgefühls beim Begreifen der
Auswirkungen auf die Wirtschaft gar nicht mehr betrachtet.
Es wäre wohl besser gewesen Bolkestein hätte McCarthy im Juli nicht
zu Boing und Microsoft geschickt sondern zu Intel, der Scheff von Intel
spricht offen aus: Die amerikanischen Bolkesteins setzen der Wirtschaft
im eigenen Land arg zu.
http://www.washingtonpost.com/ac2/wp-dyn/A6042-2003Oct9?language=printer- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.-
relayed by Bernhard Mayer
- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.- -.-. --.-
quintessenz is powered by http://www.ewave.at
subscribe/unsubscribe/digest
http://www.quintessenz.at/cgi-bin/index?funktion=subscribe
comments to depesche at quintessenz.org

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15 Gipfelinfo
From: gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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Gipfelinfo - Meldungen über globalisierte Solidarität
und die Proteste gegen unsolidarische Globalisierung
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- Thessaloniki 7 - Hungerstreik wird kritisch
- Saloniki: Zur Lage der Hungerstreikenden
- Plakate gefälscht - Aktionen gegen WEF
- SiKo 2002: Freispruch für Claus Schreer
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Thessaloniki 7 - Hungerstreik wird kritisch
Mittwoch, den 5. November, 2003. Die Situation um die 5 sich im Hungerstreik
befindlichen inhaftierten Teilnehmer an den Anti-EU-Gipfel-Protesten diesen
Sommer in Thessaloniki spitzt sich zu. Seit einer Woche verlangen die
Hungerstreikenden ihre Überweisung an das Krankenhaus, ohne Erfolg.
Thessaloniki am 19. Juni, 2003
Grund für den Versuch der Inhaftierten, an ein Krankenhaus überwiesen zu
werden
ist, dass das Krankenhaus Sorgepflicht und damit rechtliche Verantwortung
hätte.
Weigern die Hungerstreikenden sich aber dennoch Essen, Glukose, Vitamine
oder
ähnliches zu sich zu nehmen kann das Krankenhaus ihnen gegenüber rechtliche
Verantwortung ablehnen. Sollte daraufhin auch das Gefängnis rechtliche
Verantwortung für das Leben der 5 verweigern müsste es diese freilassen.
Allerdings weigert sich die Polizei bisher, die Inhaftierten überhaupt an
das
Krankenhaus zu übergeben. Es scheint als habe hier die Polizei das sagen,
und
nicht die Gefängnisverwaltung, welche sich angesichts der rechtlichen Lage
anscheinend nicht mehr bereit sieht, Verantwortung für das Leben der 5, und
damit ihre zweifelhafte Inhaftierung, zu übernehmen.
Montag Nacht, am 3. November wurde Carlos Martinez, einer der zwei
spanischen
Hungerstreikenden, von einem teilweise maskierten 50-Mann Polizeiaufgebot
zum
Krankenhaus 8km ausserhalb von Thessaloniki gebracht. Bei der Ankunft wurde
er
keinem Bett zugewiesen, sondern an einen Stuhl gefesselt und laut Aussage
eines
der Ärzte die Nacht hindurch mehrmals von der Polizei geschlagen. Carlos'
Körper
weist überall Schlagmerkmale und Schwellungen auf.
Am frühen Morgen wurde Carlos in ein anderes Krankenhaus verlegt. Niemand
wusste
zu dem Zeitpunkt wo er sich befand. Im Krankenhaus selbst wurde ihm kein
Dolmetscher gestellt. Als Ärzte versuchten ihm Blut abzunehmen wehrte sich
Carlos, weil er dachte sie würden ihm Glukose (Traubenzucker) spritzen. Die
Ärzte jedoch meinten, da er keine Tests mit sich machen liesse könnten sie
nichts weiter für ihn tun.
Am Dienstag um 11.30 Uhr fand die Unterstützergruppe heraus, wo sich Carlos
befand und es wurde eine Demonstration vor dem Krankenhaus abgehalten.
Carlos'
Anwalt versuchte mit ihm Kontakt aufzunehmen und konnte erst nach einigen
Stunden mit ihm sprechen und obige Informationen weitergeben.
Um 2 Uhr nachmittag wurde Carlos wieder zurück ins Gefängnis gebracht, wo er
unterdessen von einem Arzt des unabhängigen medizinischen Teams besucht
wurde.
Alle der Gefangenen sind in einem kritischen Gesundheitszustand und
körperlich
schwach. Suliman Dakduk, ein syrischer Gefangener, kann sich nicht mehr von
seinem Bett erheben. Simon Chapman kann nicht schlafen und Fernando Perez
verliert beim Klogang Blut.
Am Freitag, sowie am Samstag soll es in Athen Demonstrationen gegen die
Inhaftierung der sich im Hungerstreik befindlichen geben.
In London soll am Samstag von 11-13 Uhr eine Solidaritätsdemonstration vor
dem
griechischen Tourismusbüro und den Büros der Olympic Airlines stattfinden.
Es
wird um weitere Solidaritätsaktionen gebeten.
Wer sind die 'Saloniki 7' und weshalb befinden sich 5 von ihnen im
Hungerstreik?
Am 21. Juni 2003 fanden in Thessaloniki, Griechenland grosse Proteste mit
über
150.000 Teilnehmern gegen den EU-Gipfel statt. Hauptanliegen des Gipfels
waren
die "Festung Europa" und die Einigung über eine europäische Verfassung über
die
Menschen der Europäischen Union hinweg. Bei Zusammenstössen zwischen der
Polizei
und Demonstranten kam es zu Sachschäden gegen Banken und Geschäfte sowie zu
Körperverletzungen vor allem auf Seiten der Demonstranten.
Über 100 Personen, die sich an den Protesten beteiligten, viele von ihnen
aus
den umliegenden europäischen Ländern, wurden von der Polizei festgenommen.
29
wurden angeklagt, Straftaten begangen zu haben, 7 von ihnen sitzen seitdem
immer
noch in Haft: 3 Griechen, 2 Spanier, ein Brite und ein Syrer.
Alle der sich in Haft befindlichen Demonstranten behaupten ihnen würden zu
Unrecht Straftaten angelastet und der Hauptzweck ihrer Inhaftierung sei es,
aus
ihnen Sündenböcke für die Demonstrationen zu machen um an ihnen ein Exempel
statuieren zu können.
Besonders interessant ist der Fall des Briten Simon Chapman, von dessen
Inhaftierung Fotoaufnahmen, sowie ein Video existieren, das vom griechischen
Fernsehen ausgestrahlt wurde. Darauf ist deutlich zu sehen, wie Chapman
seines
blauen Rucksacks entledigt und ihm von der Polizei ein fremder, schwarzer
Rucksack untergeschoben wird. Dieser wird zuvor mit Molotov-Cocktails und
anderen Gegenständen gefüllt, um als Beweismaterial für Simons Schuld zu
dienen.
Auch dies ist auf dem Video zu sehen. Das Video wurde von seinem Anwalt zwar
als
entlastendes Material vor Gericht gebracht, die Massenmedien jedoch spielen
die
Geschichte herunter. Überall in Europa wurden die Demonstranten als
unreflektierte, gewalttätige Randalierer porträtiert, ihre Anliegen unter
den
Tisch gekehrt. Die Einigung auf eine europäische Verfassung durch korrupte
Politiker wie den derzeitigen EU-Ratspräsidenten Silvio Berlusconi ohne
jegliche
demokratische Beteiligung der europäischen Bevölkerung wurde als
"Errungenschaft" bejubelt.
Simon Chapman und die anderen erwarten 7 bis 25 Jahre Gefängnis. Dem Syrer
Suliman Dakduk droht die Abschiebung in sein Ursprungsland wo er als
politisch
Verfolgter die Todesstrafe zu befürchten hat.
Obiger Text ist eine Übersetzung von
http://de.indymedia.org/2003/11/65073.shtml
Das Video ist auch in höherer Auflösung erhältlich:
http://italy.indymedia.org/uploads/simon.avi
http://www.freesimonchapman.org/
Kontakt: thessalonikiprisoners (at) yahoo.co.uk
Mehr Berichterstattung unter:
http://athens.indymedia.org/features.php3?target=en
[indymedia.de, von Thessaloniki Prisoner Support Group - 06.11.2003 02:29]---------------------------------------------------------------------
Saloniki: Zur Lage der Hungerstreikenden
Die Lage der Hungerstreikenden in Saloniki scheint sich dramatisch zu
verschärfen. In der Folge die Übersetzung eines Informationsschreibens und
Appells zur Unterstützung der Gefangenen von Thessaloniki, übertragen aus
Indymedia Madrid, das um höchste Priorität für die Angelegenheit bittet.
Quelle:
http://acp.sindominio.net/article.pl?sid=03/11/03/2131235&mode=thread&thresh
old=0
03.11.2003
Gruß an alle, dieses kleine Informationsdokument schildert die Lage der 7
seit
vier Monaten in griechischen Haftanstalten gefangenen Genossen, die seit dem
21.
Oktober im Hungerstreik sind. Es ist wichtig, den ganzen Text zu lesen um
die
Situation zu verstehen und um zu verstehen, dass es dringend ist, weil
Carlos
Martinez (einer der gefangenen Genossen) heute ins Krankenhaus gebracht
wurde,
weil sein Zustand immer schlechter wird.
Bitte verbreitet diese information soviel ihr könnt, diejenigen, die über
Mittel
verfügen, dies in der Öffentlichkeit zu machen bitten wir, es auch zu tun.
Auch
versuchen wir zu erreichen, dass sich alle europäischen Sozialen Foren (die
foren aller Städte) durch die Forderung der Freilassung wenn möglich noch
bevor
in wenigen Tagen das ESF in Paris abgehalten wird äußern. Alle, die in
diesem
sinne Kontakte haben, werden gebeten, etwas zu unternehmen. Es ist dringend!
Am vergangenen 21. Juni wurden während der Demonstration gegen das im
griechichen Saloniki durchgeführte Gipfeltreffen der europäischen
Staatshäupter
über 100 menschen verhaftet. 29 wurden zur justiziellen Disposition
gestellt, 8
von ihnen wurden in vorbeugende Haft genommen, von denen eine Person dann
unter
Auflagen frei kam. Nach drei Monaten Haft begann einer der berhafteten
Genossen
einen Hungerstreik, um seine Deportation zu verhindern. Nach wenigen Tagen
schlossen sich vier weitere Antiglobalisierungs-Gefangene diesem Protestakt
an.
Diese sieben Personen befinden sich seit über vier Monaten in Haft, sie
werden
des Besitzes und des Gebrauchs von Sprengstoff, der Sachbeschädigung, des
Widerstands gegen Staatsbeamte, der öffentlichen Unruhestiftung, des
Gebrauchs
von Waffen und der Brandstiftung beschuldigt. Sowohl ihre Verhaftung als
auch
die spätere Anklage seitens der griechichen Justiz wurden durch eine
alarmistische mediale Kampagne gekennzeichnet, die sich durch
Falschmeldungen
auszeichnete, die darauf abzielten, einige der Verhafteten als angebliche
anarchistische Anführer auszuweisen, wenn nicht als Terroristen.
Die einzigen Beweise, die gegen sie vorliegen sind die Angaben der Polizei,
die
behauptet, dass sie Rucksäcke bei sich führten, in denen Zwillen, Muttern
und/oder Brandflaschen enthalten waren. (Es gibt unter
http://www.wombles.org.uk
ein video, in dem deutlich sichtbar ist, wie die Polizei den Rucksack von
einem
der Beschuldigten mit einem anderen voller brandstiftender Artefakte
austauscht.)
Während der Tage 19., 20. und 21. Juni 2003 folgten diverse Aktionen,
Demonstrationen und Protestakte gegen das Gipfeltreffen aufeinander. Am
Samstag
dem 21. startete von der Universität in Richtung Stadtzentrum eine
Demonstration, bevor diese zum Abschluss kam teilte die Polizei (unter
massiver
Verwendung von Tränengas und mit vollkommen unverhältnismäßigen Stürmen) die
Demonstration entzwei. Einem Teil der Demonstration gelang es, zurück zur
Universität zu kehren, während der andere Teil in den Straßen der Stadt
zerstreut blieb. Genau dort ereigneten sich die Verhaftungen.
120 Personen wurden festgenommen, 23 wurden der Justiz unterstellt und der
schweren Sachbeschädigung, des Widerstands gegen Staatsbeamte, der
öffentlichen
Ruhestörung, der Brandstiftung und des Besitzes sowie des Gebrauchs von
Waffen
beschuldigt.
Diese Menschen sind: Soleiman (Castro) Dakduk aus Syrien, der in
unregelmäßiger
Lage (ohne Papiere) seit 18 Jahren in Griechenland lebte. Zum Zeitpunkt
seiner
Verhaftung befand er sich weit abseits des Ortes der Auseinandersetzungen
und
verteilte Flugblätter zum Thema Migranten. Gegen ihn wurde ein
Auslieferungsverfahren eröffnet, das für ihn, sollte das Verfahren zum Ende
kommen, eine aus politischen Gründen in Syrien gegen ihn anhängige
lebenslängliche Haftsrafe bedeuten würde. Er hatte bereits vor geraumer Zeit
um
politisches Asyl gebeten, was ihm aber nicht zugestanden worden war.
Der Brite Simon Chapman wurde bei seiner Verhaftung mindestens zwei Stunden
lang
durch die Polizei auf wilde Art geschlagen, unter Verwendung von
Fausthieben,
Schlagstöcken und eines Hammers, sein Rucksack wurde mit einem anderen
voller
Molotow-Cocktails ausgetauscht, Simon wurde gegen die Demonstranten, die
sich
mit der Polizei auseinandersetzten als menschliches Schutzschild benutzt,
sein
Rücken beladen mit brennbarem Material. Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung
befand
er sich alleine am Rande der Demonstration auf der Suche nach seinen
Gefährten.
Carlos Martin aus Spanien erlitt bei seiner Verhaftung Misshandlungen (ihm
wurden ganze Haarbüschel herausgerissen und seine Arme wiesen flächendeckend
schwere Hämatome auf, der spanische Konsul in Athen, der ihn mehrere Male
besuchte, bestätigte diese Information). Er trug eine Bauchtasche mit
Papieren
bei sich und einige Kleidungsstücke, diese Bauchtasche wurde mit einem
Rucksack
ausgetauscht, der Zwillen und Muttern enthielt. Es war vorgesehen, dass er
am
25.Juni zusammen mit anderen Beschuldigten aussagen sollte, doch (durch eine
heftige mediale Kriminalisierungskampagne, die ihn dem internationalen
Terrorismus zuordnete) wurde er mit einer anderen Gruppe Verhafteter
angehört,
die wegen weit schwereren Straftaten beschuldigt wurden, unter dem Vorwand,
dass
in der selben Gruppe ein anderer Spanier war, damit nur ein einziges Mal ein
Dolmetscher einberufen werden müsse. So wurde er vorläufig inhaftiert. Von
diesem Augenblick an und in absolut willkürlicher Manier wurden gegen ihn
neue
Beschuldigungen ausgesprochen. Alle Gefangenen, die am Vortag ausgesagt
hatten
und der gleichen Straftaten wie er beschuldigt waren wurden mit oder ohne
Kaution frei gelassen.
Fernando Perez, auch er aus Spanien (Burgos), führte eine Tasche mit einer
Gasmaske bei sich. Sie beschuldigen ihn des Werfens von Molotows und
tauschten
seinen Rucksackmit einem anderen voller Zwillen um. Während seiner
Verhaftung
wurde er geschlagen, sie gingen so weit, ihm einen Zahn zu brechen und
fügten
ihm Atembeschwerden und Schmerzen in der Brust zu.
Spyros Tsisías aus Griechenland erlitt während der Verhaftung Misshandlungen
und
Drohungen durch die Polizei.
Jonathan xxxxx, aus USA, wurde nach fast einem Monat Haft in Folge des
Drucks
des US-Botschafters und mit Unterstützung des internationalen sozialen
Forums
mit der Verpflichtung, zum Prozess zu erscheinen, unter Auflagen frei
gelassen.
Michalis Trikapis aus Griechenland befindet sich seit dem Tag seiner
Verhaftung
in der Jugendstrafanstalt Avlona, weil er noch nicht 20 Jahre alt geworden
ist.
Dimitris Friouras, ebenfalls Grieche, befindet sich in der selben Lage
seines
Landsmanns Michalis.
Der Antrag des Staatsanwalts für jeden von ihnen liegt zwichen 5 und 20
Jahren
Haft. Während der Dauer des Verfahrens könen sie bis zu 18 Monaten in
Präventivhaft festgehalten werden.
Alle Beschuldigten haben Misshandlungen und Unregelmäßigkeiten bei ihrer
Verhaftung, auf der Polizeiwache und anschließend im Gefängnis beklagt.
Während der Tage, an denen das Gipfeltreffen gehalten wurde so wie in den
darauf
folgenden Wochen wurde eine äußerst starke Kriminalisierungskampagne gegen
die
Antiglobalisierungs-Demonstranten, die am Gegengipfel Teil nahmen
vorangetrieben. In Saloniki waren Chefs der europäischen Polizei anwesend,
die
über einen großen Bildschirm die Demonstrationen beobachteten. (die per
Direktübertragung durch dutzende in der ganzen Stadt verteilte Kameras live
gesendet wurden) Die griechischen Massenmedien haben zahlreiche unklare und
alarmistische Informationen verbreitet, deren mögliche einzige Quelle die
polizeiliche zu sein scheint. Bis zu dem Tag, an dem sie der Justiz zur
Disposition gestellt wurden, am 25. Juni, verbreiteten mindestens zwei
Staatsfernsehsender und die größte griechische Tageszeitung
Eleftherotipiadie
Nachricht, dass einer der spanischen Verhafteten ein 'Baske' sei, der
'international in drei Ländeern der europäisdchen Union gesucht' werde oder
auch
ein 'Anführer einer internationalen anarchistischen Konspiration'. Über den
syrischen Genossen Soleiman berichteten sie, dass er eri 'Meisteraktivist
der
anarchistischen Konspiration' gewesen sei.
Der Eindruck der Anwälte des legal Team ist, dass die Polizei versucht, ein
falsches Bild der gefährlichen Anarchisten zu schaffen, und das zum Zweck
der
Erschwerung der Lage der spanischen beschuldigten, ohne dass es aber einen
Beweis zur Bekräftigung der Beschuldigungen gäbe. Um zu begreifen, welche
Haltung die Polizei hatte, braucht man nur daran zu denken, wie sich ein
Angehöriger der Ordnungskräfte in Zivil bei seiner Aussage vor dem Richter
in
den Saal setze.... und dafür 'Sicherheitsgründe' anführte. Diese Praxis
verletzt
ohne Zweifel das Recht auf Verteidigung, wegen des Einschüchterungseffekts,
sie
ist völlig ungewöhnlich und wurde de facto bei keinem anderen Gefangenen
umgesetzt.
Die einzigen Beweise zur Bekräftigung der Thesen der Polizei sind die
Taschen
auf die sie Behaupen gestoßen zu sein und die polizeilichen Zeugenaussagen.
Diese Beweise weisen unterschiedliche Unregelmäßigkeiten auf und die
Aussagen
(die nur von Polizisten gemacht wurden) widersprechen einander.
Ihre aktuelle Lage wird immer schlechter, sie werden als Sündenbock benutzt
vor
dem neuen Antiterrorgestz Griechenlands. Einige der Beschuldigungen werden
derart über andere gelagert, dass sie zu jeder Zeit geändert werden können.
Diese Situation ist total absurd und unverhältnismäßig. Wir befinden uns im
Angesicht eines ernüchternden Zustands der nicht-Gewährleistung des
Verteidigungsrechts, da sich das justizielle Verfahren ohne jede juristische
und
prozessuale Garantie entwickelt.
Die beiden minderjährigen Genossen (Michelis und Dimitri) befinden sich in
der
Jugendstrafvollzugsanstalt von Athen-Avlona. (klistes fylakes anilikon
avlona-19011 avlona_grecia)
Die anderen befinden sich in einem Gefängnis in Saloniki, (diskastikes
fylakes
diavaton salonicco-54012 Salonicco-Grecia). Während des ersten Haftmonats
waren
sie alle voneinander getrent, sie konnten nur über die Anwälte und im Hof
miteinander kommunizieren. (Ein Ort, den sie wegen der sengenden Hitze, die
es
in diesem Sommer gab, nur selten aufsuchten). Danach wurden Carlos und
Fernando
in der selben Zelle untergebracht. Während dieser ganzen Zeit haben sie nur
mit
Botschaftsvertetern direkten Kontakt haben dürfen, die restliche
Kommunikation
wird nur durch eine Glasscheibe und über ein Telefon erlaubt.
Obwohl der Hungerstreik im griechischen Strafrecht als ein Recht verankert
ist,
wurde ihne seit sie diesen begannen vrwehrt, auf den Hof zu gehen und alle
Besuche bis auf die der Anwälte wurden gestrichen. Als Fernando und Carlos
den
Hungerstreik begannen, wurden sie in eine vier Meter Zelle gebracht, die
neben
der Küche liegt, ohne Wasser und mit ständiger Beleuchtung. Seit Kurzem sind
sie
in eine ähnliche Zelle gebracht worden, die aber mit Wasser ausgestattet ist
und
mit einer Kamera, die sie den ganzen Tag überwacht.
Der Rechtsbeistand der Gefangenen wird ohne Forderung nach einem Gewinn
durch
eine Gruppe von Strafverteidigern geführt, die sich prinzipiell gegründet
hatte,
um die Antiglobasierung Demonstranten des Gegengipfels zu verteidigen.
Am 30. Juni wurde Berufung eingelegt und die sofortige Freilassung
gefordert,
wegen der Unregelmäßigkeiten bei den Verhaftungen, bei der Beweisführung und
in
den polizeilichen Behauptungen (die uneindeutig und widersprüchlich waren).
Der
Antrag wurde im September abgelehnt. Daraufhin wurde eine neue Berufung
eingereicht, die erneut abgelehnt wurde. Diese beantragte die Freilassung
gegen
Kaution weil die Beweise allein die der Polizei waren und wegen der
Tatsache,
dass sie bis zu 18 Monaten in Untersuchungshaft verbleiben könnten.
Vergeblich
appellierte man vor einem höheren Gericht und diese Woche (vom 3. bis zum 9.
November) wird eine weitere Berufung beim obersten Gericht eingereicht
werden.
Die Lage von Soleiman Dackdouck ist erheblich kritischer, er besitzt keine
regulären Papiere und in seinem Heimatland ist eine Verurteilung zu
lebenslänglicher Haft gegen ihn anhängig. Sie steckten ihn in ein
griechiches
Ausländerzentrum, der Prozess wird sich hinauszögern, aber das Urteil wird
das
gleiche bleiben. Deswegen und wegen seiner Eigenschaft eines Gewerkschafters
und
Oppositionellen in seinem Heimatland hat er in Griechenland olitisches Asyl
beantragt, der aber bisher zu keinen zufriedenstellenden Ergebnissen führte.
Die Entscheidung Soleimans (Castro), eine Hungerstreik zu beginnen, traf er
wegen der Haltung der griechischen Behörden, die den Beschuldigten bereits
für
schuldig befunden haben, und damit die Unschuldsvermutung verletzt haben. De
facto basiert seine Inhaftierung ausschliesslich auf die propagierte
Vermutung
seiner angenommen Gefährlichkeit und auf der (hypotetischen) Möglichkeit,
dass
er Straftaten begehen könnte, wenn er sich in Freiheit befinden würde. (d.
Ü.:
das gleiche geschieht in Italien wegen Genua 2001 mit Jmmy aus Catania, der
am
4. Dezember seit einem Jahr in Haft gewesen sein wird).
Es ist offensichtlich, dass man mit diesen Inhaftierungen die Vehängung
exemplarischer Strafen gegen Mitglieder der Antiglobalisierungsbewegung
(Bewegung der Bewegungen) verlangt.
Der Genosse Castro begann am 21. September einen zeitlich unbegrenzten
Hungerstreik gegen seine Deportation nach Syrien. Carlos Martinez, Fernando
Perez und Simon Chapman schlossen sich am 5. Oktober dem Hungerstreik an, um
die
Forderungen Soleimans (Castro) zu unterstützen und um die erlittenen
Misshandlungen und ihre Situation ohne juristische Gewährlleistung der
Rechte
anzuprangern. Am 8. Oktober nahm auch Spyros Tsistas an den Protesten teil.
Es
sind derzeit also 5 inhaftierte Genossen, die beschlossen haben, auf dieses
extreme Druckmittel zurückzugreifen. Im allgemeinen verschlechtert sich ihre
gesundhritliche Verfassung von Tag zu Tag; wegen des Ernährungsmangels
leiden
sie regelmäßig an Kopfschmerzen, sie haben Ohnmachtanfälle,
Blutdruckschwankungen (der Genosse Spyros wurde am 27. Oktober bereits
einmal
für einige Stunden ins Krankenhaus gebracht) und vor allem Gewichtsverlust
und
Organschäden, die sich als irreversibel erweisen könnten.
Wir stehen einem kritischen Moment gegenüber, dessen Konsequenzen tragisch
sein
könnten.
Die Unterstützung, die den Antiglobalisierungsgefangenen entgegengebracht
wurde,
ist breit und vielfältig gewesen. Es wurden in zahlreichen europäischen
Städtren
( Berlin, Kopenhagen, Mailand, Amsterdam, Saloniki, Athen, Graz,
Herakleion... )
Demonstrationen organisiert, wie auch in verschiedenen Städten des
spanischen
Staates (Barcelona, Valencia, Madrid, Aranzjuez...). Es hat außerdem
Protestaktionen, Diskussionsrunden, Filmvorführungen, Konzerte und
Thementage
gegeben, um die Situation der verhafteten Genossen bekannt zu machen. Am 7.
Oktober begann vor dem Sitz des spanischen Ministeriums für auswärtige
Angelegenheiten (Plaza de las Provincias) ein Hungerstreik in Solidarität
mit
den Hungerstreikenden. Die Eltern Carlos haben einen Brief an den
Beauftragten
gegen die Folter bei der Hohen Komission der Menschenrechte geschrieben, um
auf
seine Situation hinzuweisen. Amnesty International hat den Antrag
angenommen,
eine Untersuchung über die Foltervorwürfe durchzuführen. Das Soziale Forum
von
Salamanca hat einstimmig die Freilassung der Gefangenen gefordert. Gaspar
Llamazares (Generalkoordinator von Isquierda Unida) hat diverse Diplomaten
(darunter dem spanischen Botschafter in Athen) und Politiker (darunter die
Außenministerin Ana de Palacio) angeschrieben und die unverzägliche
Freilassung
der Gefangenen gefordert. In London finden Tag für Tag Aktionen statt, die
letzte war das Anbringen eines 14 Meter langen Transparents an dem Tower
Bridge.
Es geht um eine klare polizeiliche Konstruktion um die
Antiglobalisierungsbewegung niederzuschlagen. Deswegen betrachten wir diesen
Protest als einen vereinigten Kampf all derer, die an Gegengipfeln Teil
nehmen
ind ihre Ansätze unterstützen. Diese Gefangenen sind die unseren, von der
ganzen
Bewegung! Deshalb muss die Verantwortung, die uns für ihre Freilassung
beansprucht, kompakt sein und mitgetragen werden. Wir appellieren an alle
sozial
und politisch agierenden Menschen die an dem Kampf gegen die Göobalisierung
Teil
nehmen, sich so viel wie möglich einzusetzen, damit ihre Freiheit erstritten
werde: Demonstrationen, Aktionen, öffentliche debatten, Verbreitung über
Medien,... jede Art von Druck ist vonnöten.
ES IST DRINGEND! DIE SITUATION IST KRITISCH UND DIE ZEIT SPIELT NICHT ZU
UNSEREM
VORTEIL. LASSEN WIR SIE NICHT ALLEINE!
Wie der Genosse Soleiman (Castro) Dackcouck in einem Brief aus dem Gefängnis
sagt:
".. und denen, die unter Vorbringung unterschiedlicher Ausreden, wie etwa
dem
Argumentieren als würden diese einem anderen Block des Protestes mit
unterschiedlichen Aktionsformen angehören oder Aussagen wie 'Wir haben ihnen
gesagt, sich unserenm Block anzuschließen, aber sie haben es nicht gewollt"
nicht ihre Solidarität mit den Gefangenen erklärt haben, sage ich: 'Ich war
in
einem einzigen Block, der die gesamte Demonstration umfasste und die
Gefangenen
wurden während des Protestes festgenomen' Wir befinden uns gegenwärtig im
Angesicht einer Art Einschüchterung von allen, die Kämpfen und zum
Widerstand
gewillt sind. Die Solidarität verliert jede Berechtigung, wenn sie allein
zugunsten unserer eigenen Gruppe oder ausschließlich zugunsten derer, die
tun,
was wir wollen, zum Ausdruck kommt.
Der Genosse Carlos Martinez wurde heute früh, 3. November 2003 ins
Krankenhaus
gebracht, das ihn dan ins Gefängnis zurückschickte. Huete Abend wurde erneut
ein
Krankenwagen gerufen, um ihn wieder ins Krankenhaus zu bringen.
Web : www.tesalonika.2003
Info : info at tesalonika2003.info
[indymedia.de, von Solidarische aus Spanien by the way of ::: - 05.11.2003
14:39]---------------------------------------------------------------------
Plakate gefälscht - Aktionen gegen WEF
Anläßlich des WEF-Treffen in Davos vom 21. bis 25. Januar 2004, gab es in
der
Schweiz bereits erfrischende Gegenaktionen zum Thema.
Unter anderem wurden in 8 Städten Plakate gegen das WEF in Umlauf gebracht,
die
nicht so ganz in den "alltäglichen Rahmen" passen. Mehr dazu und zum Thema
WEF
in Davos:
Der Schriftzug war der gleiche wie jener des World Economic Forum (WEF).
Doch es
war nicht etwa das WEF selber, das mit Plakaten ungerechte
Besitzverhältnisse
und übermächtige Multis anprangerte. Am vergangenen Wochenende haben
Unbekannte
in einer Nacht- und Nebelaktion in Bern, Zürich und Genf usw Plakate mit
gefälschtem WEF-Logo aufgehängt.
«Diese Plakate stammen nicht von uns», sagte WEF-Direktor André Schneider
gestern. Das WEF verurteile den Missbrauch seines Logos und werde sich
weitere
Schritte überlegen.
Die allgemeine Schweizer Plakatgesellschaft hat bereits Klage eingerreicht:
http://wef.linkgroup.org/Index.php?Site=Mediennews&ID=21
Hier das Bekennerschreiben der Kunstguerilla international:
http://switzerland.indymedia.org/de/2003/11/15298.shtml
Hier die Bilder dazu:
http://switzerland.indymedia.org/de/2003/11/15320.shtml
WEF-Imagekampagne nachhaltig stören!
http://switzerland.indymedia.org/de/2003/10/15194.shtml
Crack the WEF - Infos und Links
http://switzerland.indymedia.org/demix/2003/10/15227.shtml
Auftakt zur Kampagne gegen WEF 2004:
http://switzerland.indymedia.org/de/2003/10/14874.shtml
Aufruf zu einem überregionalen revolutionären Bündnis gegen das WEF
http://switzerland.indymedia.org/demix/2003/11/15287.shtml
http://www.linkeseite.de/Texte/2003/november/01-3.htm
WEF: Beste Kontakte zwischen Armee + Polizei
http://switzerland.indymedia.org/de/2003/11/15245.shtml
http://www.nzz.ch/2003/10/29/il/page-newzzDMD7C17S-12.html
Anti WEF-Archiv
http://switzerland.indymedia.org/de/wef/archive.shtml
[indymedia.de, von Indymedia Schweiz - 05.11.2003 10:35]---------------------------------------------------------------------
SiKo 2002: Freispruch für Claus Schreer
Von REDAKTION INDYNEWS
Der Sprecher des Münchner "Bündnisses gegen die NATO-Sicherheitskonferenz"
2002
sollte wegen Aufruf zu und Durchführung einer verbotenen Versammlung zu 2400
EUR
Strafe verurteilt werden.
Am heutigen Mittwoch fand im Münchner Justizgebäude die Hauptverhandlung des
Einspruchsverfahrens von Claus Schreer gegen den verhängten Strafbefehl
statt.
Dem Vertreter des ehemaligen "Bündnisses gegen die
NATO-Sicherheitskonferenz"
wurde von der Staatsanwaltschaft - vertreten durch Martin Hofmann, der
jüngst im
Prozess gegen Martin Löwenberg schon eine (gelinde gesagt) fragwürdige
Rechtsauslegung an den Tag gelegt hatte - vorgeworfen, trotz des Verbotes
aller
Versammlungen gegen die Kriegskonferenz im Februar 2002 zu eben solchen
aufgerufen sowie durch zwei Pressekonferenzen verbotene Versammlungen
durchgeführt zu haben.
Schreer, der von Anwältin Angelika Lex juristisch vertreten wurde, begann
seine
Ausführungen zur Sache mit einer Einschätzung der so genannten
Sicherheitskonferenz und des damaligen Verbotes jeglicher
Meinungsäußerungen.
Dabei legte er Wert auf die Feststellung, dass laut Grundgesetz "Handlungen,
die
der Vorbereitung eines Angriffskrieges" dienen, verfassungswidrig, also
verboten
seien, während das Recht auf freie Meinungsäußerung zu den "unveräußerlichen
Menschenrechten" gehöre, und daher "in keinem Fall in seinem Wesensgehalt
angetastet werden" dürfe. Außerdem führte der 65jährige die Vorstellung der
Staatsanwaltschaft, tausende Menschen wären - unmündig - der kurzfristig
anberaumten Pressekonferenz auf den Marienplatz gefolgt, ad absurdum. Er
stimmte
dem Sachverhalt, am Freitag (02.03.02) und am Samstag (03.02.02) zusammen
mit
Konstantin Wecker und Anderen Pressekonferenzen am Marienplatz bzw. am
Richard-Strauss-Brunnen durchgeführt zu haben, zu, sah darin jedoch (im
Gegensatz zur Konferenz im Bayerschen Hof) kein rechtswidriges Verhalten.
Staatsanwalt Hofmann, ein junger "aufstrebender" Beamter, sah dies freilich
anders. Noch bevor der Richter in die Beweisaufnahme eintreten konnte,
erklärte
Hoffmann, dass für ihn schon nach Schreers Einlassung auf Grund der
Tatsache,
dass dieser die Pressekonferenzen zusammen mit mindestens zwei weiteren
Personen
durchgeführt und dabei Statements abgegeben hatte, der Tatvorwurf bewiesen
sei,
da jede Ansammlung von drei oder mehr Menschen zu einem solchen Zwecke eine
Versammlung im Sinne des Gesetzes sei. Im voll besetzten Zuschauer-Bereich
brach
Gelächter aus.
So leicht wollte es sich der vorsitzende Richter Gräber nicht machen. Er
begann
die Beweisaufnahme mit der Anhörung des Zeugen Bernd Kohl, damals
Polizeidirektor im Staatsschutzdezernat. Dieser jedoch konnte sich an
entscheidende Geschehnisse um die Pressekonferenzen, etwa an ein Gespräch
mit
Schreer, in dem er ihm bestätigte, dass die PK nicht strafrelevant sei, wenn
überhaupt "nur dunkel" erinnern, fügte jedoch hinzu, dass sich dies nur auf
einen bestimmten, nicht zur Verhandlung stehenden Paragrafen bezog. Kohl gab
auch seine Einschätzung wieder, dass die tausenden DemonstrantInnen
vermutlich
auch ohne die angekündigte Pressekonferenz zum Marienplatz gekommen wären,
und
bestätigte damit Schreers Einlassung. Darüber hinaus konnte er zur
Pressekonferenz am Samstag nur wenig bis gar nichts sagen, weil er erst
später
zu Schreers Festnahme gekommen sei. Aus diesem Eingeständnis heraus verwies
Kohl
auf den zweiten Zeugen, den Polizeibeamten Lindemann, der am Samstag vor ihm
auf
der Pressekonferenz gewesen sei.
Außer einer weiteren humoristischen Einlage jedoch brachte die Vernehmung
Lindemanns auch nichts Belastendes zu Tage. Auch der Polizeibeamte konnte
sich
allerdings daran erinnern, dass bereits während und parallel zur
Samstags-Pressekonferenz "Anhäufungen" von DemonstrantInnen am Marienplatz
waren. Lindemann bekundete stolz, auf Grund "langjähriger Polizeierfahrung"
auch
Leute aus "dem linksextremistischen Spektrum" anhand deren "spezifischer
Kleidung", wie etwa "Strickpullovern" erkannt zu haben. Auch diese
unfreiwillige
Satire-Einlage wurde vom Publikum gewürdigt.
Im Ergebnis konnten weder Polizeidirektor Kohl noch dessen Kollege Lindemann
erklären, was an den durchgeführten Pressekonferenzen, die beide ohne
Kundgebungsmittel, Aufrufen an die Umstehenden oder sonstige
"versammlungsleitende Funktionen" abliefen, strafrelevant gewesen sein
sollte.
Nach den wenig zu Tage bringenden Zeugenvernehmungen schloss Richter Gräber
die
Beweisaufnahme. Einzig Staatsanwalt Hofmann beharrte in seinem Plädoyer
weiterhin darauf, dass nach dem Gesetz drei Leute ausreichten, um von einer
Versammlung sprechen zu können. Auch die von Bernd Kohl letztlich
eingestandene
rechtliche "Absicherung" der Pressekonferenz schien ihn nicht zu
interessieren.
Von daher sei die Pressekonferenz an jenem Wochenende als "verbotene
Versammlungen" zu werten. Er forderte schließlich 80 Tagessätze á 20 Euro
als
Strafbefehl.
Schreers Anwältin Angelika Lex dagegen konnte die "Logik" Hofmanns nicht
nachvollziehen und zeigte sich über dessen abenteuerliche Rechtsauslegung,
die
letztlich auch PressevertreterInnen auf Grund der "Teilnahme an verbotenen
Versammlungen" kriminalisiere, besorgt. Sie wies darauf hin, dass die
Beweisaufnahme keinerlei Anhaltspunkte für eine vorliegende Straftat oder
auch
nur Ordnungswidrigkeit ergeben hatte. Ersatzweise plädierte sie dafür, dass
Schreer zumindest ein "unvermeidbarer Verbotsirrtum" zugute gehalten werden
müsse, da er aufgrund der Anwesenheit von ihr und der Angaben Kohls im
Gespräch
am Freitag von der Rechtmäßigkeit der Pressekonferenz ausgehen musste.
Schreer fragte abschließend, was dies für eine Rechtsordnung sei, in der
unliebsame, weil kritische Pressekonferenzen verboten seien, wohingegen
KriegsstrategInnen unbehelligt Angriffskriege planen und propagieren
könnten.
Richter Gräber schließlich würdigte die Anträge und Begründungen der
Verteidigung und sprach Claus Schreer frei. Obwohl seiner Ansicht nach die
zeitliche und örtliche Nähe zu den ursprünglich angemeldeten Kundgebungen
gegen
den Bündnissprecher sprächen, müsse bei der PK am Freitag von einem
"unvermeidbarem Verbotsirrtum" ausgegangen werden, der bis zur
Pressekonferenz
am Samstag fortwirkte.
Abschließend kann gesagt werden, dass am Mittwoch ein seltsam ambitionierter
Staatsanwalt nach dem Freispruch von J. Tepperies (PDS München) bereits zum
zweiten Mal scheiterte. Ein Staatsanwalt, von dem Dieter Hildebrandt
kürzlich
aufgrund des harschen Umgangs mit dem KZ-Insassen Martin Löwenberg im
Prozess um
einen der Naziaufmärsche im vergangenen Winter sinngemäß sagte, dass sich
die
Offenheit dieses "aufRechten" Mannes wohl vorrangig auf "den Körperteil, auf
dem
er sitzt" beziehe. Fraglich bleibt, ob Hofmann in Berufung gehen wir.
Einerseits
ist durchaus denkbar, dass sich die Staatsanwaltschaft mit der Pleite dieses
Urteils nicht geschlagen geben wird. Andererseits würde mit der Frage, ob
eine
Pressekonferenz unter freiem Himmel bereits eine Versammlung und damit
anzumelden bzw. gegebenenfalls verboten sei, ein Fass geöffnet werden, mit
dem
sich nicht nur ein Herr Hofmann gründlich die Finger verbrennen könnte.
Links, Adressen und Fußnoten:
SZ zum Prozess: "Drei Leute sind noch keine Versammlung ":
www.sueddeutsche.de/sz/muenchen/red-artikel622/
[Rote Hilfe e.V. - Ortsgruppe München]

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gipfelsoli infogruppe
Die AutorInnen der Beiträge, so sie nicht von uns verfasst sind, sind
mit eckigen Klammern versehen. Wir können leider keine Verantwortung
für die Richtigkeit der Beiträge übernehmen. Auch geben die Beiträge
nicht zwangsläufig unsere Meinung wieder.
Kontakt, Kritik, Beiträge: gipfelsoli at nadir.org
gipfelsoli mailinglist subscribe - unsubscribe
https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/gipfelsoli-l
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16 ENAR zu Religion in EU-Verfassungsentwurf
From: baghajati at surfeu.at
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ERKLÄRUNG VON ENAR ZU RELIGION IM ENTWURF
FÜR EINE VERFASSUNG VON EUROPA
Das Europäische Netz gegen Rassismus (ENAR), ein Netz aus über 600
Nichtregierungsorganisationen zur europaweiten Bekämpfung verschiedener
Formen von Rassismus, das sich auch im Bereich der religiösen
Diskriminierung engagiert, zeigt sich besorgt über die kontroverse Debatte
darüber, ob im Entwurf für eine künftige Verfassung von Europa auf Religion
ausdrücklich verwiesen werden soll.
Zweifellos ist das Christentum für die Ausbildung einer europäischen
Identität von wesentlicher Bedeutung, wie aber auch das Judentum und der
Islam, Religionen, die in Europa seit mehreren Jahrhunderten vertreten sind.
Europa ist darüber hinaus durch eine zunehmende kulturelle und religiöse
Vielfalt gekennzeichnet, was in der Europäischen Verfassung Ausdruck finden
und in dieser berücksichtigt sein sollte.
ENAR vertritt die Auffassung, dass ein Verfassungstext von so hohem
Stellenwert entweder eine Formulierung enthalten sollte, die der aktuellen
religiösen Vielfalt Tribut zollt oder keinerlei Verweis auf religiöse Werte
enthält. In jedem Fall wäre die Erwähnung einer bestimmten Religion in der
Europäischen Verfassung diskriminierend für Personen, die andere
Weltanschauungen vertreten oder diese ablehnen.
Dies wäre insbesondere mit der Verabschiedung von Artikel 51 des
Verfassungsentwurfs in seinem aktuellen Wortlaut der Fall, demzufolge ein
besonderer Dialog mit Kirchen und weltanschaulichen Gemeinschaften
vorgesehen ist. Die Verfassung untermauert die Bedeutung eines
strukturierten Dialogs mit der gesamten Zivilgesellschaft. Wir vertreten die
Überzeugung, dass Kirchen und weltanschauliche Gemeinschaften fester
Bestandteil der Zivilgesellschaft sind. Dass dieser Artikel umstritten ist,
zeigte sich bei der Arbeit des Konvents, indem viele Änderungsanträge
gestellt wurden, die eine Rücknahme desselben forderten.
ENAR vertritt die Auffassung, dass die Mitgliedstaaten auf verschiedene
Traditionen zurückblicken, was das Verhältnis von Staat und Kirche anbelangt
und dass dieses für die nationale Identität ein wesentliches Merkmal
darstellt.
Allerdings befürchten wir, dass durch die Verleihung eines Sonderstatus für
Kirchen die Europäische Union ihre traditionell säkulare Position in Frage
stellt.
Aus diesem Grund fordert ENAR alle an der Regierungskonferenz teilnehmenden
Interessengruppen auf, das multikulturelle und multireligiöse Erbe Europas
zu verteidigen und von der Einführung eines besonderen Dialogs mit Kirchen
Abstand zu nehmen, da dieser fester Bestandteil des strukturierten Dialogs
mit der Zivilgesellschaft ist.
Kontakt in Österreich:
Tarafa Baghajati, baghajati at surfeu.at, ENAR Vorstandsmitglied
Weitere Informationen unter: http://www.enar-eu.org
******************************
ENAR DECLARATION ON RELIGION
IN THE DRAFT EUROPEAN CONSTITUTION
The European Network against Racism (ENAR), a network of more than 600 NGOs
working to combat racism in all its forms throughout Europe, whose remit
includes religious discrimination, is concerned with the controversy over an
explicit reference to religion in the future EU constitution.
There is no denying that Christianity has made a decisive contribution to
European identity, but then so has Judaism and Islam, both present for
centuries on the European soil. Furthermore, Europe is becoming increasingly
multicultural and multi-religious, which should be acknowledged and
reflected in some way in a European Constitution.
ENAR believes that a constitutional text of such importance should either
find a wording, which pays tribute to the existing variety of spiritual
riches, or not mention spiritual values at all. In any event, the mention in
a European Constitution of any specific religion would be discriminatory
with regard to those who do not share the same beliefs, or indeed who are
non-believers.
This is even more so in the light of the current article 51 of the draft
Constitution, which establishes a specific dialogue with churches and
non-confessional organisations. The Constitution recognises the importance
of a structured dialogue with civil society as a whole. We believe that
churches and non-confessional organisations form an integral part of civil
society. The controversy of this article was highlighted during the works of
the Convention by the high amount of amendments asking for the withdrawal of
this article.
ENAR is convinced that Member States have different traditions concerning
the relationship between the church and the state and that this is an
essential feature of national identity.
We do however fear that by conferring a special status to churches, the
European Union is putting into question its traditionally secular position.
ENAR therefore urges all stakeholders in the Inter-Governmental Conference
to acknowledge the multicultural and multi-religious heritage of Europe and
to refrain from introducing a particular dialogue with Churches as this
forms an integral part of the structured dialogue with civil society.
*********************************
DECLARATION D'ENAR CONCERNANT UNE REFERENCE A LA RELIGION
DANS LE PROJET DE CONSTITUTION EUROPEENNELe Réseau européen contre le racisme (ENAR), un réseau regroupant plus de
600 ONG combattant le racisme sous toutes ses formes dans l'ensemble de
l'Europe, dont la compétence couvre aussi la discrimination religieuse, est
préoccupé par la controverse qui porte sur une référence explicite à la
religion dans la future constitution de l'UE.
Il est indéniable que le christianisme a contribué de façon décisive à
l'édification de l'identité européenne mais il en va de même du judaïsme et
de l'islam, ces deux religions ayant été présentes en Europe pendant des
siècles. En outre, l'Europe devient de plus en plus multiculturelle et
multireligieuse, un fait qui devrait être reconnu et devrait se refléter
d'une certaine façon dans une Constitution européenne.
ENAR estime qu'un texte constitutionnel d'une telle importance devrait soit
trouver une formulation qui témoigne de la diversité de la richesse
spirituelle existante soit ne faire nulle mention de valeurs spirituelles.
Dans tous les cas, la mention dans une Constitution européenne d'une
religion spécifique serait discriminatoire vis-à-vis de ceux qui ne
partagent pas les mêmes convictions et bien entendu vis-à-vis des
non-croyants.
C'est d'autant plus vrai si l'on considère l'actuel Article 51 du projet de
Constitution, lequel établit un dialogue spécifique avec des Eglises et des
organisations non confessionnelles. La Constitution reconnaît l'importance
d'un dialogue structuré avec la société civile dans son ensemble. Nous
pensons que les Eglises et les organisations non confessionnelles font
partie intégrante de la société civile. La controverse de cet article a été
soulignée durant le travail de la Convention par le grand nombre
d'amendements appelant à son retrait.
ENAR est convaincu que les Etats membres possèdent différentes traditions en
ce qui concerne la relation entre l'Eglise et l'Etat et qu'il s'agit d'une
caractéristique essentielle de l'identité nationale. Nous craignons
cependant qu'en conférant un statut spécial aux Eglises, l'Union européenne
ne remette en question sa position traditionnellement laïque.
Dès lors, ENAR invite instamment toutes les parties
prenantes à la Conférence intergouvernementale à reconnaître
l'héritage multiculturel et multireligieux de l'Europe
et à se garder d'instaurer un dialogue particulier avec
les Eglises, dans la mesure où celui-ci fait partie intégrante
du dialogue structuré établi avec la société civile.
*******************************

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17 Abe on the road again
From: abe at cuadp.org
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Sent *only* to the recipients of FADPUpdate and CUADPUpdate
Feel Free to ForwardTHIS IS A THREE PART MESSAGE:
#1 - CUADP/FADP IN TRANSITION
#2 - Abe on the road again....
#3 - US House passes IPA#1 - CUADP/FADP IN TRANSITION
Greetings all,
I would like to express my deep and heartfelt gratitude to Carolyn Gray, of
Jupiter, Florida. Carolyn was instrumental in bringing Citizens United for
Alternatives to the Death Penalty (CUADP) to Florida in 1998 and until now
has provided a headquarters for the work of CUADP and its various projects,
including Floridians for Alternatives to the Death Penalty (FADP). As a
partner, friend, editor, donor, sounding board, critic, and co-conspirator,
Carolyn has been instrumental in every success enjoyed by CUADP and FADP,
and that fact will not change. However, after years of talking about the
need for real offices and proper resources for staff and volunteers, the
time has come to take it to the next level. For all you have done, and for
all you continue to do, THANK YOU, Carolyn. (See Carolyn's web page and
true activist passion at http://www.dirtybush.com ) ;-)CUADP IS MOVING TO NEW DIGS!
After almost five years based in Jupiter (Tequesta mailing address),
Florida, CUADP is moving. Actually, the move OUT is complete, and current
headquarters is at the Teaching Farm owned by the Florida Coalition for
Peace & Justice, located just south of Starke, home of Florida's killing
grounds. (See http://www.fcpj.org/ and click on "Teaching Farm.") The
set-up at the FCPJ Farm is temporary, and allows CUADP to be in proximity
to Gainesville, which will be the new home of a revitalized and
significantly more effective CUADP. We are currently looking for an
appropriate environment in which to establish a more publicly accessible
and volunteer-friendly office space.
[NOTE: Existing CUADP contact information remains functional until further
notice.]
Why Gainesville? It's relatively central within Florida, very close to the
death row prisons and killing grounds, MUCH closer to Tallahassee (FL
Capital), and CUADP enjoys a significant base of support among people
active on the anti-death penalty issue. The cost of living is favorable,
and Gainesville provides access to students (volunteers) at the University
of Florida, as well as one of the most progressive/liberal communities in
Florida. It's the last place that needs to be organized, which makes it
the best place in which to build a home base from which to go out and work
the rest of the state, and the nation.IT'S ALL ABOUT CAPACITY BUILDING
Over the next eight weeks, CUADP will be revitalized, refitted,
restructured, and reborn. There is a role for anyone who wishes to jump on
board. I'll be discussing all of that via this list over the coming
weeks. The goal will be to enhance CUADP's capacity to accomplish its
mission, which is:
>>>> CUADP works to end the death penalty in the United
>>>> States through aggressive campaigns of public education
>>>> and the promotion of tactical grassroots activism.
Those who have been following (and supporting) the efforts of CUADP/FADP
know about the need to grow CUADP's income base to a level that can support
a proper office environment and several paid associates. The goal
previously stated has been an assured income of at least $5,000 each
month. That's enough to get started, but it has become clear that
$5,000/month is simply not enough to sustain the type of organization that
CUADP needs to be. Currently CUADP's assured monthly income is almost
$1,400. We must take that figure to $5,000, and from there, to $10,000.
Those who have been following CUADP's efforts know how effective it has
been on a shoe string budget. Imagine what might be accomplished with a
fully committed support team with the proper resources....
At this time CUADP would like to thank everyone who has ever supported the
work of CUADP, in particular those who are repeat donors. A small
self-selected group participates in the CUADP Sustainer
Program. Currently, the CUADP Sustainer Program consists of donors giving
monthly via credit card at the following levels:
$100 X 1 = $100
$95 X 1= $95
$60 X 1 = $60
$50 X 2 = $100
$35 X 1 = $35
$30 x 2 = $60
$25 x 11 = $275
$20 x 10 = $200
$15 x 4 = $60
$10 x 26 = $260
$5 x 9 = $45
68 individuals giving $1,290
There are also several individuals who ask to be billed monthly via PayPal,
and several others who have automatic checks sent via their financial
institution. In any case, CUADP can count on the income. Now CUADP wants
to sign a lease, and hire administrative staff. Assured monthly income
simply *must* increase! Failure is not an option.CUADP INVITES YOUR PARTICIPATION
Anyone who wants to do hands-on work should go to
<http://www.cuadp.org/contact.html> and fill out the form.
BUT, checkbook activism is just as valid as any other form of activism!
Please join those who have kept CUADP going with whatever amount you can
offer on a one-time OR monthly basis by using CUADP's secure server to make
a contribution now. Please click
here: <https://www.compar.com/donation/donateform.html>. (If the server
is down, please try again in a little while. If you continue to have
problems, please e-mail <abe at cuadp.org> or call 800-973-6548.)
If you would like to contribute but don't wish to do so over the internet,
please call 800-973-6548 (or 561-743-8878 on your dime!), or mail your
contribution to the address shown below.
Send checks or money orders to:
CUADP
PMB 297
177 US Highway 1
Tequesta, FL 33469
(This address will remain in place until a new one is established)
Yours in the Struggle,
--abe
Abraham J. Bonowitz
Director
CONTRIBUTIONS TO CUADP ARE NOT TAX DEDUCTIBLE
A COPY OF THE OFFICIAL REGISTRATION AND FINANCIAL
INFORMATION MAY BE OBTAINED FROM THE [FL] DIVISION
OF CONSUMER SERVICES BY CALLING TOLL FREE 800-435-7352
(FL only) OR 850-413-0840. REGISTRATION DOES NOT
IMPLY ENDORSEMENT, APPROVAL, OR RECOMMENDATION
BY THE STATE. REGISTRATION # SC-11170. NO PROFESSIONAL
SOLICITOR IS CURRENTLY ENGAGED WITH CUADP. 100% OF
ANY CONTRIBUTION GOES TO THE ORGANIZATION.
*********************************#2 - Abe on the road again....This weekend (Nov. 7-9), join CUADP Director Abe Bonowitz at the Southern
Regional Conference of Amnesty International USA, in Birmingham,
AL. Details are at:
http://www.amnestyusa.org/events/southern/regionalconference.html
And, if you are a *member* of AIUSA, please have a look and take action
at: http://www.amnesty-volunteer.org/usa/reform/THEN: PROTEST THE DEATH PENALTY AT THE SNIPER TRIALS
Virginians for Alternatives to the Death Penalty is leading the effort to
have a symbolic and actual presence in opposition to the death penalty
being sought for the DC area snipers. CUADP director Abe Bonowitz will
join that demonstration on Friday, November 14, along with members of the
ACLU sponsored "Students Against the Death Penalty." YOU and YOUR GROUP
are invited to join with VADP as well. Please visit
http://www.vadp.org/vigils03.html for background and details about how you
can participate.
********************************

#3 - US House Passes IPA!
This just in... From The Justice Project:
U.S. House Passes Innocence Protection Act!
Thanks for Your Help!
Today, the U.S. House of Representatives overwhelmingly passed the
bi-partisan Advancing Justice Through DNA Technology Act, which includes
the Innocence Protection Act (IPA). The bill, which had 250 cosponsors and
passed by a vote of 357 to 67, is an important step forward for innocent
victims of crime, and for innocent people who might otherwise be sentenced
to death.
We would like to take this opportunity to thank all of you, our dedicated
activists, who greatly contributed to the success of this bill. Your
thousands of faxes, calls, and letters to the House of Representatives
proved to Members of Congress that passing this bill should be a priority.
Leading Republicans, including House Judiciary Chairman F. James
Sensenbrenner (R-WI), Crime Subcommittee Chairman Howard Coble (R-NC) and
Representative Ray Lahood (R-IL), working with their Democratic
counterparts, including Representative William Delahunt (D-MA), Judiciary
Committee Ranking Member John Conyers (D-MI) and Crime Sub-Committee
Ranking Member Bobby Scott (D-VA) put aside partisan differences to craft
and support legislation that responds to a national problem.
The Advancing Justice Through DNA Technology Act, which includes the Debbie
Smith Backlog Grant Program, will provide funds to test the backlog of as
many as 300,000 untested rape kits in American evidence lockers. This
ignored evidence can hold the keys to catching predators, and can help
bring a measure of security to countless victims of sexual assault. In
addition, the bill provides funds to test the DNA evidence of those already
on death row who may, in fact, be innocent of the crime for which they are
waiting to die. Of the more than 100 people exonerated from death row, more
than a dozen have been proven innocent thanks to DNA testing.
The Innocence Protection Act, which includes the Kirk Bloodsworth
Post-Conviction DNA Testing Program, and is part of the compromise worked
out among Democrats and Republicans in the House and Senate, would help
establish the systems that ensure death penalty trials are fair and
accurate from the start. DNA testing can help prove some people innocent or
guilty; however, in most cases, there is no biological evidence to test. It
is up to qualified lawyers, who have the tools to do their jobs right, to
make sure the guilty are punished and the innocent protected.
With your support, the US House of Representatives took an important step
today. We hope that the Senate and President follow their lead.
*************SENT BY:************************************************************
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Abraham J. Bonowitz
Director
Citizens United for Alternatives to the Death Penalty (CUADP)
PMB 297, 177 U.S. Hwy #1, Tequesta, FL 33469
800-973-6548 <http://www.cuadp.org> <abe at cuadp.org>
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SERVICE
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18 Newsletter SOS - Menschenrechte
From: mach at sos.at
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**** VERANSTALTUNGSTERMINE ***
1) Rhythm Collage - The Spirit of India
2) Wiens Aufbruch zur Interkulturalität
3) Beschftigungsmöglichkeiten für AsylwerberInnenad1) Rhytm Collage
The Spirit of India - Eine Tanz/ Musik Performance
Die Verschmelzung zweier Kulturen durch die globale Sprache von Rhythmus,
Tanz und Musik. Im Rahmen dieser einzigartigen Performance präsentieren
außergewöhnliche Talente des indischen Kathak - Tanzes gemeinsam mit
engagierten Musikern der AKKUart Band in einer faszinierenden Integration
verschiedener kultureller Elemente ihre aufregende Verbindung
unterschiedlicher künstlerischer Ausdrucksformen.
Termine:
7. November, 20 Uhr
Bruckmühle, Pregarten
9. November, 19 Uhr
AKKUart goes MAW - "Bewegungen"
Kathak - Tanz und Literatur, Musik und Kulinarisches
Veranstaltungsort: Museum Arbeitswelt Steyr
12. November, 20 Uhr
Stadtsaal Luterstraße, Spittal/ Drau
15. November, 20 Uhr
Gruppe O2 Lambach,
Barocktheater des Benediktinerstiftes
20. November, 20 Uhr
ARGE kultur Gelände Salzburg
Im Rahmen des 10jährigen Jubiläums der Veranstaltungsreihe "Global Sound"
22. November, 20 Uhr
Im Rahmen der Herbstreihe MIGRARE im MAW Steyr
16. - 21. November
"Rhythm World" Symposium im Museum Arbeitswelt Steyr
Mit Performances/ Präsentationen/ Workshops für Schulklasse, Projektgruppen,
MusikerInnen, TänzerInnen und Interessiertead 2) Wiens Aufbruch zur Interkulturalität
7./8.11.2003
Symposium mit 14 internationalen KünstlerInnen, AthropologInnen
Wo: Lalisch Theaterlabor; 1180 Wien; Gentzgasse 62
Veranstalter: Lalish Theaterad 3) Beschäftigungsmöglichkeiten für AsylwerberInnen
13.11.2003
Wo: Begegnungszentrum Arcobaleno
Hasnerstraße 9; 4020 Linz
Infoveranstaltung für Multiplikatoren und Interessierte zu den rechtlichen
Vorraussetzungen und Möglichkeiten für AsylwerberInnen am Arbeitsmarkt
Bitte anmelden unter: 0732/ 605897 oder arcobaleno at telering.at